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SIKA Werke mit Film zur Firmengeschichte

Foto: SIKA

Der Geschäftsführer der Traditionsfirma in der Dessauer Straße 30, Stefan Kaps, hat in aufwändiger Arbeit einen zweistündigen Film über die Entwicklung der Firma seit 1920 erstellt und am 25. April 2026 im Kinosaal „Casino“ der Passage Kinos in der Hainstraße aufgeführt. Eingeladen waren alle Mitarbeiter der Firma, Familienmitglieder und wir vom Bürgerverein. Der Weg der Firma durch vier geschichtliche Epochen, auch durch schwere Zeiten, wurde anschaulich dargestellt.

SIKA – das steht für Simon und Kaps. Martin Simon begann auf dem Areal in Eutritzsch mit der Produktion von Isolierungen, sein Sohn Friedrich erweiterte seit 1935 das Fertigungssortiment um Dichtungen. Nach schweren Kriegszerstörungen ging er 1949 in den Westen Deutschlands und sein Kriegskamerad Erhard Kaps übernahm die Firma und schuf die Basis für die Höherveredlung von PVC-Folien.

Der Einstieg von Sohn Dr. Rainer Kaps, die Zwangsverstaatlichung 1972, der Kampf mit der Treuhand zur Rückübertragung 1990, der Aufbau einer konkurrenzfähigen Fertigung, die Erweiterung der Firma auf dem Areal des insolventen Montagewerkes in der Bitterfelder Straße – das alles war mit historischen Filmaufnahmen dargestellt und mit den richtigen Worten untersetzt, erstellt vom Enkel des Firmengründers Stefan Kaps, der heute die SIKA Werke GmbH gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern unter komplizierten Wettbewerbsbedingungen auch zum Wohle der Mitarbeiter führt.

Blick über das Firmengelände der SIKA Werke von der Dessauer Straße in Richtung Bitterfelder Straße, 2016

Wir empfinden es beeindruckend und anerkennenswert, dass es ein Eutritzscher Industriebetrieb, vor allem durch großes Engagement der Inhaber, über 105 Jahre geschafft hat, allen gesellschaftlichen Turbulenzen zu trotzen, um auch heute wieder als ein gefragtes, gut funktionierendes Unternehmen am Markt zu agieren!

Jürgen Weihrauch und Frank Heinrich